Doras Garten

Tipps für den eigenen Garten

Die Benjeshecke für zuhause

Wir haben die Benjeshecke für die Anlage im heimischen Garten beliebiger Größe weiterentwickelt: Zwischen zwei Reihen von Pfählen werden dicke und dünne Äste (also Reisig) als Hecke aufgeschichtet. Die Breite dieser Reisighecke ist beliebig variabel und kann von jedem Gartenbesitzer je nach Platzangebot selbst bestimmt werden. Sinnvoll ist jedoch eine Breite von mind. 50 cm bis 1 m, in der Höhe sind 1,00 bis 1,50 m sinnvoll. Auf diese Weise entstehen sehr dichte, zaunartige Reisighecken.

Nachdem die Pfahlreihen (Pfahlabstand in der Reihe: 1 bis 2 m) im Boden stehen, werden nun Äste, so wie sie anfallen, dazwischen aufgeschichtet. Baumstümpfe, Laub oder auch Rasenschnitt können mit aufgeschichtet werden. Im Laufe eines Jahres beginnt die scheinbar tote Holzaufschichtung zu verrotten und fällt dadurch zusammen. Man kann dann in jedem Jahr wieder erneut das im Garten anfallende Reisig, Laub und Rasenschnitt darauf schichten. Es entwickelt sich im Nu eine kleine Natur-Oase. Zudem sind solche kleinen Brachflächen, die sich naturnah entwickeln können, überaus wichtig für den Natur- und Artenschutz. Die Reisighecke, Totholzhecke oder auch Benjeshecke, hat eine wichtige ökologische Funktion. Der sich entwickelnde Kleinlebensraum bietet vielen Tier- und Pflanzenarten die Möglichkeit sich zu entfalten. Man kann den Pflanzenbewuchs beschleunigen, z.B. durch das Anpflanzen von Kletterpflanzen wie Clematis, Waldrebe, Hopfen und Knöterich oder aber man wartet bis sich diese und weitere Pflanzen, wie z.B. Zaunrübe und Zaunwinde selbst ansiedeln. Für einen beliebten Gartenfreund, den Igel, wird die Reisighecke eine wahre „Igelburg“. Aber auch Wiesel, Spitzmäuse, Haselmäuse, Kröten, Frösche, Kleinvögel wie der Zaunkönig und sehr viele Insektenarten (z.B. Hummeln, Wildbienen und Käfer) sowie Spinnen und andere finden zahlreiche Lebensräume für sich. Im Laufe der Zeit entstehen aber auch neue Hecken und Feldgehölze, denn die Tiere sorgen für die Verbreitung von Samen, die im Unterholz Möglichkeiten zum Keimen und Wachsen haben. Ein letzter und nicht unwichtiger Aspekt der für die Anlage von Reisighecken in jedem Kleingarten spricht, ist zum einen die Vermeidung der Verbrennung des Reisigs (viele Tiere, vor allem Singvögel und Igel werden mitverbrannt), zum anderen aber auch die Reduzierung der Kosten (vor allem Fahrt- und Transportkosten) für die Reisigsammelaktionen im Herbst und Frühjahr durch die Städte. Dort wird mit hohem Transportkostenaufwand das Holz zu den Deponien oder Kompostierungsanlagen gefahren. Das Deponieren / Kompostieren jedoch kann fast jeder Gartenbesitzer selbst zuhause in Form einer Reisighecke übernehmen, und zudem Lebensraum für viele Tiere schaffen. Aber auch das sowohl zeitlich, als auch energetisch sehr aufwendige Häckseln kann damit überflüssig gemacht werden.

So helfen Sie Insekten

Hilfe für Insekten am Haus und im Garten
Unsere Insekten mögen es bunt. Je vielfältiger ihr Garten oder Balkon ist, desto wohler fühlen sich unsere nützlichen Mitbewohner.
Im eigenen Garten bieten sich zum Beispiel heimische Stauden, wie Himbeere, Weißdorn oder Efeu an. Gern besucht und passend für Balkon und Garten sind zum Beispiel Blüten von Glockenblumen, Natterkopf, Färberkamille, Kornblume, Salbei und Pfefferminze.
Auch unsere heimischen Obstbaumsorten kommen als Insektenkost in Frage. In einer Streuobstwiese können zum Beispiel in einem einzigen alten Hochstamm bis zu 1000 unterschiedliche Insektenarten vorkommen.
Im Bezug zum richtigen Zeitpunkt des Mähens im eigenen Garten, gilt allgemeinhin: Weniger ist mehr. Da die Blüten der Wiesenpflanzen als Nahrung für unsere Insekten dienen, kann man das komplette Abmähen der Wiese mit dem Abräumen des gedeckten Mittagstisches bei uns Menschen vergleichen. Es wird daher empfohlen, Wildblumenwiesen nicht mehr als zweimal im Jahr zu kürzen. Optimal ist eine sogenannte gestaffelte Mahd. Hier teilt man die Wiesefläche auf und mäht zuerst die erste Hälfte. Sobald sich hier wieder neue Blüten zeigen kann die zweite Hälfte gekürzt werden.
Insektenfreundlich gärtnern – Mit diesen Pflanzen helfen Sie Wildbienen: Wiesen-Salbei, Gold-Schafgarbe, Gewöhnlicher Natternkopf, Dornige Hauhechel, Glockenblume, Nachtviole, Wiesen-Witwenblume, Großblütige Strahldolde

Mit diesen Pflanzen helfen Sie Wildbienen
Jede und jeder kann im eigenen Garten mithelfen, Wildbienen und andere Insekten zu schützen – zum Beispiel mit diesen Pflanzen, die Bienen besonders reiche Nahrung bieten.
Wir haben den Insektenschutz zu einem Schwerpunkt unserer Arbeit gemacht: Unser Aktionsprogramm enthält konkrete Maßnahmen, um Lebensräume und Nahrungsquellen von Insekten zu erhalten.
Blütentragende Pflanzen bilden eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele Insekten. Darüber hinaus sollten aber auch Nistmöglichkeiten und Überwinterungsquartiere bedacht werden. Ein Garten, der neben Nahrungspflanzen auch Brachflächen und offenen Boden bietet, ist hier sehr wichtig. Unsere Insektenarten nutzen Höhlen im Boden, Totholz oder alte Pflanzenteile als Wohnraum. Eine gepflegte Unordnung ist daher ein ebenso wichtiger Bestandteil, wie vegetationsarme Bodenstellen. Wer bei der Nistplatzsuche nachhelfen möchte, kann dafür auch sogenannte Insektenhotels aufstellen. Hier sollte auf Qualität geachtet werden, denn einige der im Handel angebotenen berücksichtigen nicht hinreichend die Bedürfnisse von Wildbiene und Co..
Zu unseren nestbauenden Insekten gehören die Wildbienen. Sie benötigen mindestens zwei Ressourcen: Nahrungspflanzen und geeignete Orte für den Hausbau. Bei etlichen Arten kommt als dritte Ressource noch das Baumaterial hinzu. Je nach Art werden hierfür zum Beispiel Lehm, Steinchen, Baumharz, Blätter, Pflanzenwolle oder auch Blütenblätter genutzt. Ein optimaler Lebensraum bietet all diese Ressourcen in nahem Abstand zueinander. Vor allem kleinere Insekten oder auch unsere Hummeln gehören nicht zu den Langstreckenfliegern und werden von kurzen Distanzen profitieren.
Um den quirligen Bestäubern nicht zu schaden, sollte auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden gänzlich verzichtet werden.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

NABU