Der Rundweg durch Doras Garten 

Eingang

zum Kultur-, Erlebnis- und Mitmachgarten an der Wassermühle Karoxbostel. Der Rundweg beginnt hier und führt am Eingang rechts herum zwischen einer Naturhecke und einem Wiesengelände weiter.

Naturbiotop Graben

Spazieren Sie weiter, geht es wieder über einen Graben mit seinem wertvollen Lebensraum zur Pergola.

Wiesensenke

Sie erreichen die Wiesensenke mit Brücke und Steg, ein außerordentlich artenreicher Lebensraum.

Naturhecke

Eingerahmt von einer Naturhecke aus wilden Brombeeren führt der Weg vorbei am Gemüsegarten und einem alten Habitatbaum (Totholz).

Pergola

Die mit Rankpflanzen bewachsene Pergola wirkt wie ein natürliches Blätterdach beim Hindurchschreiten.

Storchenmast

Der weitere Rundgang führt Sie vorbei am Storchenmast. Er wurde schon von einigen Störchen in Augenschein genommen, ein Brutpaar hat sich allerdings noch nicht eingefunden.

Lesesteine

Auf dem Rundweg kommen Sie an vielen Lesesteinhaufen vorbei. Diese liegen mit Absicht da und sind mitunter auch Sonnenterrasse für Echsen & Co.

Insektenhotel

Viele Insektenhotels und Nisthilfen auf dem Rundweg laden zu interessanten Naturbeobachtungen ein.

Hochbeete

Die Hochbeete sind mit vielen Kräutern und Pflanzen bepflanzt. Schnuppern Sie am Basilikum oder probieren Sie ein Blättchen der würzigen Sellerie.

Kompostplatz

Vorbei am Kompostplatz, auf dem organisches Material verrottet, gelangen Sie zu dem Gartenbereich mit den zahlreichen Beerensträuchern – zum Beerenobst. Hier darf auch genascht werden.

Gemüsegarten

Lassen Sie sich bezaubern von den zahlreichen und vielfältigen Pflanzen in Doras Gemüsegarten und spazieren Sie weiter, vorbei an einer Abpflanzung aus Erlen in Richtung Kompostplatz.

Sonnenuhr

Weiter geht es auf die Anhöhe mit der Sonnenuhr. Die aus Bronze gegossene Sonnenuhr in Doras Garten hat der Bildhauer Manfred Sihle-Wissel entwickelt und angefertigt.

Graben

Vom Kompostplatz kommend können Sie entweder über einen kleinen Steg den Graben überqueren oder Sie benutzen den Balancierbalken.

Benjeshecke

Nun geht es entlang der Benjeshecke. Diese wurden von den Brüdern Hermann und Heinrich Benjes schon vor über 20 Jahren entwickelt und ursprünglich als 3 bis 4 Meter breite und 1,5 Meter hohe Gestrüppbarrieren errichtet. Auch in Doras Garten dienen diese Hecken als wertvoller Lebensraum.

Kräutergarten

Der Rundweg führt vorbei am herrlich duftenden Kräutergarten. Unzählige Kräuter und Würzpflanzen verströmen Ihren würzigen Duft.

Sitzgrotte

Weiter geht es zur wieder hergerichteten Sitzgrotte aus Felssteinen. Eine Sitzgrotte dieser Art fand sich in vielen Gärten zum Verweilen und zum Pausieren während der Gartenarbeit.

Waldhoehle

Gut versteckt im Wald werden Sie die Höhle aus Zweigen finden. Ganz einfach zu bauen schafft man mit ein paar Zweigen ein Paradies für Kinder zum Spielen.

Blühwiese

Entlang der mehrjährigen Blühwiese mit zahlreichen Gräsern und Blütenpflanzen hören Sie die Grillen zirpen.

Ziergarten

Der Ziergarten bietet einen herrlichen Anblick. In diesem Garten finden sich kaum Nutzpflanzen, dieser Garten ist für die Sinne gestaltet, für das Auge und für die Nase.

Baum-Mikado

Ein kleines Stückchen weiter auf dem Rundweg können Sie Ihre Geschicklichkeit beim Baumstamm-Mikado trainieren. Danach geht es entlang der Benjeshecke unter den alten Eichen weiter.

Streuobstwiese

Zum Ende des Rundweges können Sie einen Blick über Doras Garten zur Streuobstwiese werfen. Auch diese Ansammlung unterschiedlicher Obstbäume ist ein artenreicher Lebensraum

Doras Garten lädt ein

In Doras Garten erleben Sie wesentliche landschaftsprägende Naturlebensräume an der Schnittstelle zwischen Marsch und Heide.

Grundsätzlich bewirtschaften wir den Garten nach folgenden sechs Leitsätzen, die John Seymour (1914 bis 2004), ein britischer Farmer, Autor und Pionier der modernen Selbstversorgung aufgestellt hat:

Erstens muss der Gärtner mit der Natur arbeiten und nicht gegen sie; zweitens muss er Abwechslung praktizieren, weil die Natur abwechslungsreich ist; drittens muss er für andere Lebensformen – tierische und pflanzliche – eine Umgebung gestalten, die derjenigen so ähnlich wie möglich ist, für die sie geschaffen sind; viertens muss er dem Boden möglichst genauso viel zurückgeben, wie er ihm nimmt; fünftens muss er den Boden verbessern und nicht die Pflanze; und sechstens muss er die Natur als Ganzes sehen, niemals nur einen Teil davon.

(John Seymour: Selbstversorgung aus dem Garten. Wie man seinen Garten natürlich bestellt und gesunde Nahrung erntet. Urania Verlag 2005. Stuttgart)

Baumstamm-Mikado

Wer von uns klettert nicht gerne auf Baumstämmen herum? In Doras Garten bietet das Baumstamm-Mikado beste Möglichkeiten zum Klettern, zum drüber steigen, zum drunter durchkrabbeln oder zum darauf balancieren, hier ist alles möglich – und alles bringt Spaß. Mit etwas Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und dem richtigen Abschätzen von Entfernungen und Höhen bringt es richtig Spaß. Und es trainiert den Gleichgewichtssinn und die körperliche Koordination.

Das Hochbeet

Ein Hochbeet bietet Gemüse optimale Wachstumsbedingungen und erleichtert die Gartenarbeit.
Beste Gründe, sich ein Hochbeet anzuschaffen. Zunächst einmal ist das Gärtnern rückenschonender als im herkömmlichen Gemüsebeet. Außerdem kann das Hochbeet bereits früh im Jahr bepflanzt werden, die Pflanzen finden optimale Bedingungen vor, gedeihen sehr gut und können früher geerntet werden.  Ein Hochbeet generiert durch die eingebrachten Schichten aus Grünabfällen und dem im Inneren ablaufenden Verrottungsprozess Wärme und Nährstoffe. Ideale Voraussetzungen für einen optimalen Pflanzenwuchs.

Graben

Naturbelassene Gräben können ein wertvoller Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren sein. Staudenfluren am Ufer bieten Nahrung für zahlreiche Insekten und Vögel. Im Wasser tummeln sich Würmer und Schnecken. Eine große Anzahl von Insektenlarven entwickeln sich im Wasser.
Viele Gräben wurden häufig nur unter dem Aspekt der Funktionalität angelegt. Sie haben daher für die Pflanzen- und Tierwelt wenig Wert.

 

Wasserführende Gräben sind meistens durch den Menschen enstanden um für eine Entwässerung von ehemals feuchten Wiesen zu sorgen. Auch wenn die Entwässerung von feuchten Wiesen heutzutage grundsätzlich aus Sicht des Naturschutzes abzulehnen ist, da dieser Lebensraum dadurch zerstört wird, können bestehende alte Wiesengräben durchaus einen wichtigen Lebensraum darstellen. Das gilt dann, wenn sie schon älter sind und ihre möglicherweise entwässernde Eigenschaft verloren haben oder wenn es sich um alte Gräben handelt, die in Zusammenhang mit Mühlen angelegt wurden.

Charakteristisch ist die meist wenig tiefe Wasserführung, welche bei manchen Wiesengräben in trockenen Sommern oder den Wintermonaten auch völlig versiegen kann. Der geringe Wasserkörper bewirkt andererseits, dass das Wasser sich schnell aufheizen kann. Ein Vorteil für einige Tierarten, die ihre Jugendentwicklung schnell abschließen können. Andererseits kann es durchaus zu Sauerstoffmangel kommen, wenn sich das Wasser nicht bewegt – etwas, mit dem die Organismen zurechtkommen müssen.

Das zeitweilige Trockenfallen kann einen Schlüsselfaktor darstellen, da er – mit einer Ausnahme – ein dauerhaftes Überleben von Fischen verhindert und diese als Fressfeinde für andere Tiere und Wasserpflanzen ausscheiden. Die Ausnahme ist der Europäische Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis); ein Fisch welcher als Charakterart der Wiesengräben genannt werden kann und welcher sogar zeitweiliges Trockenfallen gut übersteht.

Der Rand von Wiesengräben wird oft nicht bewirtschaftet, so dass sich Saumstrukturen aus krautigen Pflanzen ausbilden, welche als Rückzugsgebiete für die Umgebung dienen können oder deren Blüten Insekten anlocken.

Typisch für Wiesengräben sind Amphibien, welche den Lebensraum als Laichbiotop nutzen. Eine recht typische Art ist beispielsweise der Grasfrosch (Rana temporaria). Auch Libellen profitieren von diesen Lebensraum.

Typische Pflanzenarten sind Breitblättriger Rohrkolben (Typha latifolia) und verschiedene Sumpfpflanzen, wie z.B. die seltene Europäische Wasserfeder (Hottonia palustris). Auch die Echte Brunnenkresse (Nasturtium officinale) ist eine typische Art der sauberen wasserführenden Gräben. Sofern der Graben ganzjährig Wasser führt, können sich auch einige mitunter seltene Wasserpflanzen ansiedeln.

Wasserführenden Gräben sind verschiedenen Gefährdungen ausgesetzt. Einerseits können sie in Folge von agrarlichen Anderungen zugeschüttet werden. Sofern dies nicht geschieht, besteht oft eine hohe Gefahr, dass sie durch angrenzende Agrarflächen und die dadurch bedingten Stoffeinträge (Düngung, Pestizide) belastet werden, insbesondere wenn nur geringe Abstände zu den landwirtschaftlichen Flächen eingehalten werden.

Die Gräben sind darüber hinaus meist durch den Menschen entstanden und können langfristig durch Sedimenteintrag verlanden. Man steht dann vor dem Konflikt, den Graben sich selbst zu überlassen und damit einen wertvollen Lebensraum zu verlieren oder einen nicht unerheblichen Eingriff in das Ökosystem vorzunehmen: der Graben müsste ausgebaggert werden. Dieses kurzfristige Zerstörung von Kleinhabitaten wirkt sich – wenn punktuell vorgenommen – langfristig jedoch meist positiv aus und wird häufig bei wertvollen Grabensystemen als Naturschutzmaßnahme durchgeführt. Verschiedene Techniken, sowie günstige Wahl des Termins im Jahresverlauf und z.B. das Ausbringen des Aushubmaterials am Grabenrand ermöglichen es die Verluste zu minimieren.

www.deutschlands-natur.de

Benjeshecke

Die Benjes-, Reisig- oder auch Totholzhecken genannten Gestrüppbarrieren wurden von den Brüdern Hermann und Heinrich Benjes schon vor über 20 Jahren entwickelt und ursprünglich als 3 bis 4 Meter breite und 1,5 Meter hohe Hecken beliebiger Länge aus aufgeschichtetem Buschwerk und Ästen in der offenen Landschaft errichtet. Sie sind die Vorstufe der Krauthecke und Feldhecke und können sowohl für die Anlage von Feldholzinseln genutzt werden als auch einen Wildschutzzaun überflüssig machen.  Und schon Anfang des letzten Jahrhunderts ist die „Gestrüppmethode“ – auch eine Art Benjeshecke – von einem Geheimrat Professor Dr. August Bier vorweggenommen worden. Die Bezeichnung Benjeshecke ist trotzdem geblieben. 

Benjeshecken-Tipps für den eigenen Garten.

Benjeshecke

Mehrjährige Blühwiese

Als Wiese oder Blühwiese wird eine Mischung aus Gräsern und Kräutern gebietsheimischer Wildarten bezeichnet, die am jeweiligen Standort eine dauerhafte, sich selbst erhaltende, charakteristische Pflanzengesellschaft bilden. Viele Tiere, vor allem Insekten, finden in artenreichen Wiesen Nahrung und Lebensraum. Im Gegensatz zum Rasen oder intensiv genutztem Grünland haben die Gräser und Kräuter auf einer Blumenwiese Zeit, ihre Entwicklung bis zur Samenreife abzuschließen. Die Entstehung von artenreichen Blumenwiesen ist in der Regel ein sehr langer Prozess, der maßgeblich durch die Nutzung und Pflege der Fläche geprägt ist. Die Mahd ist unabdingbar, jedoch beeinflussen vor allem die Häufigkeit und der Zeitpunkt der Mahd sowie die dazu verwendete Technik die Gesamtartenzahl und die Zusammensetzung von Wiesen.
Man unterscheidet zwischen einjährigen und mehrjährigen Blühflächen. Mehrjährige Bestände haben einen höheren ökologischen Nutzen, da Tiere auch Nahrung und Lebensraum im Winter vorfinden. Nahrungsspezialisten unter den Tieren brauchen heimische Pflanzenarten.

Der Kräutergarten

Doras Kräutergarten bietet frische und meist deutlich aromatischere Kräuter als aus dem Supermarkt.
Bei richtiger Pflege können immer wieder frische Kräuter geerntet werden. Viele unserer Kräuter sind regelrechte Magneten für Insekten. Ein Kräutergarten ist somit auch immer eine Maßnahme, um etwas für unsere Umwelt zu tun.

Allerdings fällt bei mehr als 1.000 unterschiedlichen Kräutern die Auswahl nicht immer leicht. In Doras Kräutergarten wachsen sowohl Gewürzkräuter als auch Heilkräuter, darunter Bärlauch, Zitronenmelisse, Kerbel, Dill, Petersilie und viele andere Pflanzen. Zupfen Sie ruhig mal ein Blatt ab und probieren Sie.

Naturhecken

Die Hecke mit ihrer dichten Strauchschicht, auch mit Dornsträuchern, ist Neststandort, aber auch Unterschlupf und Lebensraum: Sie ist Ansitz- und Singwarte für Vögel, z. B. den Neuntöter; Deckung für Haselmaus und Feldhase. In darunter liegenden Steinhaufen siedeln sich Zauneidechsen, Blindschleichen, Ringelnattern und Erdkröten an, während Holz- und Asthaufen Unterschlupf für Igel und Erdkröte, sowie Brutplatz vieler Vögel und Lebensraum zahlreicher Insekten sind. Alte, höhlenreiche Bäume dienen als Brut- und Unterschlupf für Fledermäuse, Vögel, Siebenschläfer, Wespen u.a., in den Altgrasbeständen finden Nützlinge ideale Überwinterungsbedingungen.


In einer Hecke können ca. 900 Tierarten leben. Eine Hecke daher also auf ein reines Vogelschutz und –Nährgehölz zu reduzieren, würde ihrer Bedeutung nicht gerecht werden. Hecken sind vielmehr eine sehr komplexe Tier- und Pflanzengemeinschaft und sie bilden zudem „Brücken“ in der freien Landschaft, die Waldgebiete miteinander vernetzen. Trotzdem steht bei vielen Bürgern die Funktion des Vogelschutzes im Vordergrund, denn ein reges Vogelleben ist sehr augenfällig. 

Tipps für Hecken im eigenen Garten

 

Insektenhotels

Besser würde es „Insektenwohnanlage“ heißen, denn hier wohnen viele verschiedene Insekten, die im Gegensatz zu Bienen, nicht in Völkern leben.

Diese Insekten-Einzelgänger legen ihre Nester in kleinen Höhlen und Gängen an. In der freien Natur nutzen sie dafür oft Gänge, die durch andere Insekten gebaut wurden. In den von uns geschaffenen Löchern in der „Insektenwohnanlage“ fühlen sie sich ebenfalls sehr wohl. Leider finden die Insekten immer weniger Nischen und Fugen, in denen sie ihre Nester anlegen können. Da sie gern gesehene Gäste in Landwirtschaft und Gärten zum Bestäuben von Pflanzen sind und auch vielen Tieren (z. B. Vögeln) als Nahrung dienen, kann die Wohnungsnot mit einer „Insektenwohnanlage“ gemindert werden. 

Insekten sind natürliche Schädlingsbekämpfer, Nahrungsgrundlage vieler Tiere, Bestäuber vieler Pflanzen, darunter auch zahlreicher Nutzpflanzen, Bodenverbesserer, Wiederverwerter und vieles mehr … !

So wichtig ist Insektenschutz

Fast drei Viertel aller Tierarten in Deutschland sind Insekten Sie sind für unsere Ökosysteme unverzichtbar, unter anderem für die Bestäubung von Pflanzen, als Nahrung für andere Insekten und Tiere. Fast drei Viertel aller Tierarten in Deutschland sind Insekten. Sie sind für unsere Ökosysteme unverzichtbar, unter anderem für die Bestäubung von Pflanzen, für Nährstoffkreisläufe, den Abbau organischer Masse, die biologische Schädlingskontrolle, die Gewässerreinigung und die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. 

Allerdings ist sowohl die Gesamtmenge als auch die Artenvielfalt bei den Insekten rückläufig. Beim Insektensterben handelt sich nicht um ein lokales oder regionales Phänomen, sondern um eine bundesweite und klar belegbare Entwicklung. 

Das Bundesumweltministerium will mit dem „Aktionsprogramm Insektenschutz” das Insektensterben stoppen. Gemeinsam mit allen anderen Ressorts, den Ländern, Kommunen, Akteuren aus Wirtschaft, Forschung und der Zivilgesellschaft sowie der Unterstützung jedes Einzelnen wollen wir den Trend umkehren und die Lebensbedingungen für Insekten insgesamt deutlich verbessern. 

Weitere Informationen des Bundesumweltministerium

 

Kompostplatz

Als Kompost bezeichnet man

verrottetes organisches Material. Die Reife dauert etwa ein Jahr. Nach dem Ausbringen verbessert der Kompost dann den Boden und verbessert das Wachsturm der Pflanzen. Wichtig: Der Haufen muss Kontakt zum Erdboden haben, damit Regenwürmer zuwandern. Die unterste Lage bietet Gehölzschnitt, das die Luftzufuhr von unten sichert. Alles weitere Material wird nicht schichtweise aufgelegt, sondern gut vermischt. Darunter muss wegen der Belüftung auch sperriges Material sein. Geeignet sind außerdem Küchen- und Gartenabfälle, Obstreste, Kaffeesatz, Eierschalen, Holzasche, Laub (nicht von Eichen). Äste, die stärker als daumendick sind, müssen zerkleinert werden. Rasenschnitt darf nicht in dicken Paketen eingebracht werden, sonst setzt Fäulnis ein statt Rotte.

So sollte, um möglichst viel Humus im Garten zu produzieren, in jedem Garten Platz für einen Kompostkasten sein, wo alles organische Material, was im Garten und in der Küche anfällt, zu Humus umgewandelt wird.
Ein größerer Kasten für das Grobzeug im ersten Jahr und einen kleineren Kasten, in den das gesammelte Material des ersten Jahres umgeschichtet wird.
Es sollte darauf geachtet werden, dass kohlenstoffreiche Reste wie Stengel, Stroh, Laub etc. mit stickstoffreichem Gut gemischt werden, um dann die optimale Kompostqualität zu erhalten. Meist fehlt es an stickstoffreichen Zuschlägen. Dafür kann man immer mal wieder einen Eimer Tiermist, Grasschnitt, oder auch Brennesseln und Beinwell oder die Reste von Erbsen und Bohnenpflanzen zufügen.
Gut ist es, wenn die Möglichkeit besteht, den Kasten abzudecken um die Feuchtigkeit des Inhaltes regulieren zu können. Zu beachten ist, dass frisch anfallender Grasschnitt mit anderem Material gemischt werden muss, sonst kommt es zur Fäulnis.

Die Streuobstwiese

Eine Streuobstwiese ist eine Ansammlung von Obstbäumen unterschiedlichen Alters und Sorten. Die Bäume stehen hier so weit auseinander, dass jeder Baum genug Platz und Licht zum Wachsen hat. Bei den Bäumen handelt es sich meist um hochstämmige Obstbäume (d.h. die Krone dieser Bäume beginnt erst auf einer Höhe von circa 180 Zentimetern). Ein weiteres Merkmal ist der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und künstlichen Dünger bei der Bewirtschaftung.
Das Grünland unter den Bäumen kann auf verschiedene Arten genutzt werden: zum Beispiel als Weide (mit Schafen oder Rindern) oder als Wiese. Solche  Mähwiesen werden je nach Standort nur ein bis drei Mal pro Jahr gemäht. Dies lässt auch wachstumsschwachen und mahdempfindlichen Pflanzenarten Raum und Zeit, so dass sich allmählich eine Fülle von unterschiedlichsten Pflanzen einstellt. Dies wirkt sich auch positiv auf die Insektenvielfalt und die weitere Nahrungskette aus. Auf Streuobstwiesen werden bevorzugt alte Obstsorten kultiviert, die robust gegen Krankheiten und Parasiten sind und zwar oft weniger Ertrag als moderne Sorten, aber qualitativ bessere Früchte liefern. Streuobstwiesen gehören zu den landwirtschaftlichen Nutzwiesen. Der Streuobstbau ist eine traditionelle Form des Obstanbaus, der früher – besonders in Süddeutschland – weit verbreitet war. Heutzutage steht bei der Pflege und Erhaltung von Streuobstwiesen oft weniger der Ertrag, als eher der Naturschutzaspekt im Vordergrund.
Das komplette Gegenteil hierzu bilden die intensiv genutzten Plantagen. Die Bäume sind hier niederstämmig und stehen dicht an dicht. Die Krone beginnt bereits auf einer Höhe von 80 bis 100 Zentimetern und das Gewächs erinnert eher an einen Busch. Die Bäume sind derart mit großen Früchten überladen, dass sich kaum Geäst oder Blattwerk ausmachen lässt. Bis zur Ernte wird ein Plantagenbaum bis zu 18 Mal pro Jahr gespritzt. Es werden Mittel gegen die verschiedensten Krankheiten und Parasiten eingesetzt, die in diesen Monokulturen leichtes Spiel haben. Auch wird der Boden regelmäßig mit künstlichem Dünger aufbereitet, um eine optimale Ertragsrate zu erreichen.  Durch das schlechte Verhältnis zwischen Holz, Blatt und Frucht lassen sich viele Substanzen auch direkt im Obst wiederfinden. Bei großen, gesunden Bäumen bilden das Holz und die Blätter eine Art Puffer.

Lesesteinhaufen

Hier sind Untermieter erwünscht!

Für Landwirte sind sie lästig. Felsteine, die auf dem Acker auftauchen und mühsam abgelesen werden müssen. Lesesteine heißen diese Steine deshalb. Sie wurden in der Eiszeit von den Gletschern aus Skandinavien herantransportert. Bauern schichten sie zu Haufen, Wällen oder Trockenmauern. Das ist ein Glück für die Natur, denn Feldsteinhaufen sind faszinierende Lebensräume.

Sind die Biotope besonnt und die Feldsteinzwischenräume sandig ausgefüllt, lugen aus den Zwischenräumen z.B, die leuchtenden Blüten der Heidenelke heraus. Auf den oberen Steinen prangen die dichten Polster des gelben Scharfen Mauerpfeffers. Im Schatten sorgen Zimbelkraut und Steinbrech für Farbtupfer. In unseren 2019 neu errichteten Steinhaufen gibt es viele Hohlräume. Im oberen Bereich werden diese von Wespen und solitären Bienen besiedelt. Für Mäuse sind die geschütten trockenen Innenräume interessant. Die schmalen Ritzen und Furchen bieten Platz für Wolfsspinnen. Sie warten dort darauf, dass es dunkel wird und sie auf die Jagd nach nachtaktiven Insekten gehen können. Das gilt ebenso für Erdkröten. Sie verspeisen zusätzlich die Schnecken in der Nachbarschaft. Mit etwas Glück zieht unser Steinhaufen auch Waldeidechsen an.

Der Gemüsegarten

Der Gemüsegarten war grundsätzlich der Anfang der Landwirtschaft. Als die Menschen sesshaft wurden, zäunten Sie ein Stückchen Land am Haus mit Gerten ein, um Ihre angepflanzten Lebensmittel vor Tieren zu schützen. Sie umfriedeten Ihre Kohl- und Küchengärten, Ihre Kräutergärten und Obstgärten.

Die Gärten wurden intensiver bearbeitet als die Felder und Äcker. Diese aufwändige Pflege hatte zur Folge, dass die Eträge aus den Gärten dort deutlich höher waren. In unseren Breiten ist es bei intensiver Bewirtschaftung durchaus möglich, während des ganzen Jahres frische Produkte aus dem Garten zu ernten. Hierfür werden pro Person Flächen von etwa 200 bis 500 qm benötigt.

Der Schwerpunkt von Bauern- und Hofgärten war nicht nur die Lebensmittelerzeugung. Fast immer gab es in den Gärten auch Blumen, und damit auch etwas Schönes für das Auge.

Die Sonnenuhr

Sonnenuhren sind bereits aus der Antike bekannt und bestimmten bis zur Erfindung mechanischer Uhrwerke den Zeitablauf der Menschheit. Der Gnomon (Schattenzeiger) wirft den Schatten der Sonne auf ein Zifferblatt, mit einer Zeitabweichung von weniger als fünf Minuten. 
 
Die aus Bronze gegossene Sonnenuhr in Doras Garten hat der Bildhauer Manfred Sihle-Wissel entwickelt und angefertigt. Die Sonnenuhr – eine Spende der Wärme Hamburg GmbH – weist diverse Skalen auf, die aus Blickrichtung zum (Innengarten) auf der linken Sonnenuhrseite im Vormittagsbereich fungieren und auf der echten Seite zur nachmittäglichen Zeitermittlung dienen.
 
Die Erläuterung zur Nutzung der einzelnen Skalen beginnt mit der Draufsichtskala, die die einzelnen Weltstädte im wesentlichen benennt.
 
Stellt man einen Stift senkrecht in den Mittelpunkt der Rundskala, so erfährt man anhand des Schattenwurfes, auf welchem Sektor der Erde gerade Mittagszeit (12 Uhr) ist; in genau gegenüberliegender Richtung befindet sich der Mitternachtsbereich. Görlitz liegt auf dem Meridian 15° und ist ursprünglich der geografische ›Sonnenmittagsmittelpunkt‹ des europäischen Festlandes zur Festlegung der MEZ (Mitteleuropäischen Zeit).
 
Die Schattenbildung bzw. der Lichstrahl aller Skalen weisen generell die wahre Ortszeit (WOZ) aus.Es ist bevorzugt die Skala zu wählen, die die deutlichsten Messdaten bietet. Angenommen, es wird eine Ortszeit von 10 Uhr 15 Minuten in der Sommerphase (Monat Mai) ermittelt, so ist folgendermaßen rechnerisch die Mitteleuropäische Zeit zu ermitteln:
 
Ermittlung der wahren Ortszeit (WOZ)
Beispiel: Über eine zum Meßzeitpunkt möglichst präzise anzeigende Skala
 
WOZ = 10 Uhr 15 Min
 
 
Ermittlung der mittleren Ortszeit (MOZ)
 
Über Korrekturskala (Mühlenseite)
 
Korrekturen
z.B. Feb (II) + 14,3
Mai (V)- 3,7
August (VIII)+ 6,4
November (XI)- 16,4
 
MOZ = WOZ + Korrektur MOZ = 10 Uhr 15 Min – 3,7 Min
MOZ = 10 Uhr 11 Min
 
Ermittlung der mitteleuropäischen zeit (MEZ)
 
MEZ = MOZ + 20 Min MEZ = 10 Uhr 11 Min + 20 Min
MEZ = 10 Uhr 31 Min 
 
Ermittlung der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ)
 
MESZ = MEZ + 60 Min MESZ = 10 Uhr 31 Min  + 60 Min
MESZ = 11 Uhr 31 Min 

Pergola und Weidentipi

Ursprünglich als Rankhilfe gedacht und als Anlehnkonstruktion in der Art eines Spaliers, dient die Pergola oft auch der Betonung und Gliederung von öffentlichen oder privaten Freianlagen als freistehendes Bauwerk oder als Pergolengang. Häufig wird sie verwendet, um eine Terrasse abzugrenzen, teils werden einige der Seiten mit Holz winddicht gestaltet. Allen Pergolatypen ist eigen, dass sie nach oben hin weitgehend offen sind, im Gegensatz zu Laubengang, Gartenlaube oder einem Schattendach. Senkrechte Rankkonstruktionen werden eher als Rankgerüst, Rankbogen oder Spalier bezeichnet.

 

Das Weidentipi in Doras Garten ist das perfekte Versteck für kleine Abenteurer und der beste Schattenplatz im Sommer. Unser Weidentipi lebt:  Die stabilen Weidenästen und dünnen Ruten wurden regelmässig zu der Tipi-Form zusammengebunden und haben dadurch dieses gewachsene Tipi erzeugt: Ein Paradies für kleine Abenteurer.

 

Der Storchenmast

Im März 2018 haben wir unseren Storchenmast aufgestellt. Den zehn Meter hohen Gittermast hat uns der Unternehmer Jan Heißmann gespendet. Mitarbeiter und Fahrzeuge der Firma Jan Heißmann Erd- und Kulturbau GmbH haben auch beim Aufstellen des Mastes geholfen. Die Weißstorchbetreuer des Landkreises Harburg, Hans Steinert und Tom Sauerland, haben uns ebenfalls mit Rat und Tat unterstützt. Seit wir den Mast aufgestellt haben, landen immer mal wieder Störche auf der Nisthilfe. Ein Brutpaar hat sich bisher allerdings noch nicht eingefunden. 

Mehr zum Thema Störche im Landkreis Harburg: www.stoerche-lkharburg.de

Die Waldhöhle

Natürlich findet sich in Doras Garten auch eine Waldhöhle. Für Kinder ist es etwas ganz tolles, sich irgendwo zu verstecken und sich im Wald Höhlen zu bauen. Das Material für den Höhlenbau findet sich direkt im Wald.

Ein herrlicher Platz, um den vielfältigen Stimmen und Geräuschen im Wald zu lauschen.

Die Sitzgrotte

Die alte Sitzgrotte in Doras Garten haben AKtive des Vereins Wassermühle Karoxbostel e.V. wieder freigelegt. Hier hat sich die Müllerin einst an heißen Tagen ausgeruht. Jetzt können auch Sie das während Ihres Rundganges durch den Garten der letzten Müllerin tun.

Die Wiesensenke

Die Wiesensenke in Doras Garten und auch Tümpel oder Kleinstgewässer sind sehr interessante Lebensräume, die eine sehr artenreiche Tiergemeinschaft beherbergen können. Gemeint sind flache, kleine und kleinste Stillgewässer in Senken auf Wiesen oder im Wald oder beispielsweise auch ehemalige Wagenspuren auf unbefestigten Wegen oder Baulöcher, in denen sich Wasser gesammelt hat.

Im Gegensatz zu großen Seen kann es durchaus sein, dass Tümpel bei lang anhaltener Trockenheit einmal austrocken. Ein großes Problem für wasserlebende Organismen, dem sie entweder mit geschickt eingepasstem Lebenszyklus oder der Fähigkeit, zu anderen Lebensräumen umzusiedeln, begegnen müssen. Der geringe Wasserkörper bewirkt, dass Temperaturschwankungen sehr groß sein können. So nutzen einige Wasserlurche die schnelle Aufheizung im Frühjahr aus, um ihren Nachwuchs schnell zu entwickeln. In Tümpeln kann die Sauerstoffversorgung im Wasser aber auch bedenklich absinken und ebenfalls zu einem Problem für Organismen und Lebewesen werden. Kurz gesagt handelt es sich um sehr wechselhafte Lebensräume, die zeitweise zwar ideale Bedingungen bieten können, andererseits aber so schnell verschwinden oder ungünstig werden, dass die Tiere entsprechende Fähigkeiten besitzen müssen, um zu Überdauern oder ein neues Quartier zu besiedeln.

Reine Wasserpflanzen wie Seerosen wird man in Tümpeln eher selten finden, da die zeitweiligen Austrocknungen dies verhindern. Stattdessen findet man aber Pflanzenarten, welche auch zeitweilig einmal im Trockenen stehen können oder in Form von Samen die Trockenzeiten gut überdauern. Auch die schnelle Neubesiedlung – über Samen oder beispielsweise als Pflanzenteil im Gefieder von Wasservögeln – ist natürlich eine mögliche Strategie.

Stellvertretend für sehr typische Pflanzenarten kann der sehr seltene Kleefarn (Marsilea quadrifolia) genannt werden. Er wächst typischerweise in kurzzeitig entstandenen flachen Tümpeln, wie sie z.B. durch Wühltätigkeit von freigehaltenen Schweinen auftretten können und ist durch die fehlende Nutzungsform in Deutschland fast ausgestorben. Häufigere Pflanzenarten wären z.B. Kleine Wasserlinse (Lemna minor), Knick-Fuchsschwanzgras (Alopecurus geniculatus), Schlamm-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile), Brennende Hahnenfuß (Ranunculus flammula) oder im Uferbereich der Breitblättrige Rohrkolben (Typha latifolia) und Flatter-Binse (Juncus effusus).

Fische treten in Tümpeln eher zurück und können sich nur halten, wenn ein Austrocken weitgehend ausgeschlossen ist bzw. sehr selten auftritt und daher eine zeitweilige Besiedlung ermöglicht. Typische Arten wären dann z.B. Elritze (Phoxinus phoxinus), Karausche (Carassius carassius) oder Moderlieschen (Leucaspius delineatus). Meistens fehlen sie aber.

Viel bedeutender sind Tümpel allerdings für Insektenarten aus den Gruppen der Schwimmkäfer, Wasserkäfer, Zuckmücken, Stechmücken, Libellen und Köcherfliegen. Gerade das Fehlen von Fischen ermöglicht es ihnen, sich im Wasser zu vermehren. Für viele unserer heimschen Lurche haben Tümpeln eine herausragende Bedeutung als Lebens- und Laichraum. Beispielsweise Kammmolch, Fadenmolch oder Bergmolch und Laubfrosch bzw. Grasfrosch. 

Der Ziergarten

Der Ziergarten hat eine lange Tradition. Man kennt ihn schon sehr lange, schaut man sich nur einmal die vielen Schlossgärten an, die es gibt. Selbst die frühen Herrscher wussten einen Ziergarten zu schätzen. Der Ziergarten ist eine Gartenform, die nie aus der Mode gekommen ist. Im Gegensatz zum Nutzgarten wird der Ziergarten nicht mit Nutzpflanzen, wie Gemüse, Obst oder Kräutern bepflanzt, und dient nicht vorrangig dem Anbau und der Verwertung von Nutzpflanzen. Gestaltet wird er mit Blumen, Sträuchern und Stauden.

Der Ziergarten soll allein der Erholung und als Zierde dienen. Oft wird ein Ziergarten auch als Repräsentationsfläche gesehen. Gerade vor öffentlichen Gebäuden sorgen Ziergärten für einen schönen Anblick.

Grundsätzlich ist jeder Garten der mit vielen Blumen bepflanzt und sehr gepflegt ist, ein Ziergarten. Die Größe spielt dabei keine Rolle. Auch die Ausstattung kann unterschiedlich sein. So kann ein Ziergarten auch einen Gartenteich oder eine Rasenfläche beinhalten. Als Ziergärten kann man auch öffentliche Gärten in Parkanlagen bezeichnen. Jeder schön gepflegte Garten, in dem keine Nutzpflanzen wachsen ist ein Ziergarten. Dabei spielt die Gartengröße keine Rolle. Selbst eine einzelne Blumenrabatte gelten bereits als Ziergarten.